Natürlich begleiteten mich, wie vermutlich jedes Kind, Tiere seit der Kindheit. Als Kind hatte ich einen Hund, Hamster, Wellensittiche. Aber niemals Katzen. Die Liebe zu den schnurrigen Vierbeinern und vor allem der Britisch Kurzhaar Rasse entfachte erst später. Tierärztin zu werden war mein Kindheitswunsch aber so wie das Leben nun mal spielt und wie Erwachsene so sind, verlief alles anders und ich landete in einem typischen Büroberuf. Welches nun auf beruflicher Basis mein tägliches Brot ist.

Das Schicksal meinte es dann doch gut mit mir und erfüllte auf privater Ebene meinen Wunsch mit Tieren in Berührung zu kommen.

Irgendwann kam in meinem Leben die Phase, dass ich mich vor Katzen scheute, weil mir mal irgendjemand irgendwann Märchengeschichten in den Kopf setzte. Als Kind ist man schnell eingeschüchtert und leichtgläubig. Einer meiner Eigenschaften, der Drang nach Sauberkeit und möglichst fern von Insekten und Parasiten zu bleiben, schien größer zu sein als die Recherche und das Hinterfragen. So setze ich mir in den Kopf, dass mir niemals im Leben Katzen ins Haus kämen.

Jahre vergingen, man wurde langsam erwachsen aber irgendwie fehlte da doch etwas….

Die Flamme, die bereits erloschen schien, entfachte immer mehr und ich hinterfragte, warum ich denn nicht doch Katzen eine Chance gegeben hatte.

Danach ging alles sehr schnell und rasch war nur eine, wie ich damals so dachte, Britisch Kurzhaar Katze namens Mia eingezogen. Hier begann der Denkzettel, welcher mir das Leben für mein überstürztes Handeln machte. Die ganze Geschichte über Mia und warum es so wichtig ist, eine Rassekatze auch da zu erwerben, wo es eine Rassekatze mit Nachweis gibt, und zwar bei einem seriösen Vereinszüchter, werde ich sehr gerne bei Gelegenheit bald online stellen.

Nach der tragischen Geschichte mit Mia und nachdem ich besser informiert war und dem Ammenmärchen, Katzen wären Einzelgänger, entkräften konnte, machte ich mich auf die Suche nach einer Spielgefährtin für Mia. Zu diesem Zeitpunkt entstand mein Gedanke Züchter zu werden. Ich wollte es besser machen als diese Menschen, die ihre Katzen als Gebärmaschinen ausnutzten. Ich wollte es besser machen und zeigen wie man Katzen einen sozialisierten und guten Start ins Leben bietet. Ich wollte ein Teil der Rassewelt werden, geprägt durch die eigenen Fehler, um so den anderen Käufern die Augen zu öffnen. Ich wollte nicht Züchter werden, um einmal süße Kätzchen zu haben. Ich wollte nicht Züchter werden, wegen dem nächsten Ammenmärchen, man könnte damit Kohle schaufeln. Auch zu diesem Thema werde ich zu gegebener Zeit ein paar Zeilen veröffentlichen.

 

Der wichtigste Grund warum ich Züchter werden wollte, war und ist es, Menschen, die sich Rassekätzchen ins Leben zaubern möchten, zu helfen die Schritte zu gehen, die es bedarf, um mit Erfolg und Freude sozialisierte Katzenwesen so lange es geht in sein Leben zu bringen und zu erhalten. Ich wollte, dass in meinem Haus und mit Hilfe meiner Hand Britisch Kurzhaar Kätzchen mit einem starken Wesen und robuster Gesundheit entstehen.

 

Das war der Beginn meiner Geschichte, das war der Beginn meiner Zucht…

Natürlich haben sich meine Denkweise und Denkansätze weiterentwickelt, man hat dazu gelernt, weiß nun viel mehr worauf es und warum es darauf ankommt worauf es eben ankommt. :-) Ich bin sehr froh, dass ich diese Erfahrungen gemacht habe – egal wie traurig sie schienen. Mit jeder Erfahrung wird man klüger, weiser und lernt einfach für das nächste Mal dazu. Und wie es so schön heißt: Im Leben lernt man nie aus. Genauso ist es auch als Züchter... Man lernt nie aus, es kommen immer andere Erfahrungen und es passiert immer wieder etwas Neues. Man erlebt Positives als auch Negatives und immer wieder wägt man ab, ob man weiter machen möchte, ob man noch genug Kräfte und finanzielles Polster hat, ob das alles wert ist und Sinn macht. Dies wäre der perfekte Übergang vom Alltag und vom Leben eines Züchters zu erzählen, allerdings würde das diesen Rahmen sprengen und sehr gerne würde ich dies lieber in einem persönlichen Gespräch bei einer Tasse Kaffee oder Tee im Zuge eines Kennenlernens tun.

Wie alles begann

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