Die Geschichte der Britisch Kurzhaar

Der Ursprung der Britisch Kurzhaar geht zurück auf die Geschichte der domestizierten Katzen in Europa. Die Katzendomestizierung begann bereits im alten Ägypten vor über 6000 Jahren. Eine große Bedeutung spielten die Katzen bei der landwirtschaftlichen Prägung. Getreide war im alten Ägypten sehr kostbar und Katzen boten einen wirksamen Schutz vor Mäusen und Ratten. Zudem war die Ausfuhr der Katzen verboten, trotzdem wurde dieses Verbot durch die Phönizier umgangen und sie schmuggelten auf ihren Schiffen Katzen nach Europa und waren so bedeutend für deren Verbreitung. Auch zur Zeit der Völkerwanderungen kamen immer mehr Katzen durch Handels- und Kriegsschiffe nach Mitteleuropa.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vermutlich brachten vor über 200 Jahren römische Soldaten die ersten Katzen vom Festland mit nach Britannien, damit diese wie im alten Ägypten die Getreidevorräte frei von Mäusen und Ratten hielten. Mit der Zeit wurden die Römer zwar vertrieben doch die Katzen blieben. Sie entwickelten sich als eine britische Variante der Bauernhofkatze, größtenteils sich selbst überlassen weiter. Es ist auch nicht geklärt inwieweit sie sich mit den heimischen Wildkatzen (felis selvestris) verpaarten. Es ist jedoch klar, dass die britische Hauskatze durch die isolierte Insellage frei von anderen Katzenrasseneinflüssen war. So entwickelten sich über mehrere Jahrhunderte eine robuste und kräftige Katze mit wasserabweisenden Fell. Im 10 Jahrhundert n. Chr. hielten adlige Damen Englands Katzen an ihrem Hof, auch hier waren Katzen wenig verbreitet. Zudem machte man die Katzen im Verlauf des Mittelalters für Unglück und Seuchen sowie als Begleiter von Hexen verantwortlich, sodass sie verfolgt und getötet wurden. Als man nach 1500 erkannte, dass Ratten eine große Bedeutung bei der Pestübertragung spielten, wurden Katzen beliebter und Ihre Anzahl stieg rasant, sodass es zu Beginn des 19. Jahrhunderts zur ersten planvollen Katzenzucht kam.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Urvater aller Katzenausstellungen war Harrison Weir (1824 – 1906), welcher Schriftsteller, Dichter und leidenschaftlicher Katzenfreund war. Den Anstoß aus der englischen Hauskatze eine einheitliche Rasse zu gestalten, wurde ihm zugeschrieben. So wurde auf der ersten Katzenausstellung im Crystal Palace in London 1871 die einstige englische Straßenkatze als Britisch Kurzhaar Katze präsentiert, welche zudem die Ausstellung gewann und Mr. Weir gehörte. Durch Queen Victoria wurde die blaue Katze populär, sodass auch die BKH-Züchter begannen, sich auf diese Farbe zu konzentrieren. Somit entstand die Bezeichnung „British Blue“ und es wurden schon seit 1860 blaue russische Katzen nach England importiert. Das machte es unerlässlich, den Standard der blauen Britisch Kurzhaar zu bedenken und neu zu definieren, um die blauen Varietäten klar voneinander abzugrenzen.

 

Durch die Weltkriege folgte eine Zeit des züchterischen Stillstandes. Als man nach 1945 das Zuchtprogramm wiederaufnahm, war es schwierig, passende Zuchtkater zu finden, deswegen waren die Züchter darauf angewiesen, andere Rassen einzukreuzen. Kreuzungen mit einfachen Haus- und Hofkatzen brachten nicht das gewünschte Ergebnis, die Britisch Kurzhaar verlor bei diesen Verpaarungen an Typ. Infolgedessen entschied man sich für die Perserkatzen als Paarungspartner. Die Nachkommen aus diesen Verpaarungen wurden allerdings erst nach drei Generationen reiner Zucht mit Britisch Kurzhaar Katzen wieder als diese anerkannt. Dieser züchterischen Abschweifung ist es zu verdanken, dass es die BKH heute in allen erdenklichen Farbschlägen gibt, dass aber auch immer wieder langhaarige Nachkommen geboren werden. Ebenso unterlag das gesamte Erscheinungsbild durch das Outcross-Programm einem deutlichen Wandel und die Briten davor waren eher mit der heutigen Europäisch Kurzhaar vergleichbar. Die Nase war jetzt kürzer, die Backen breiter und das Köpfchen runder. Man versprach sich durch den Einfluss der Einkreuzung der Perser eine Verbesserung des Typs, sodass der Körperbau massiv, kurz, kompakt und der Kopf rund wurde. Kurz gesagt: Sie wurde mehr und mehr zu der Katze, die wir heute als Britisch Kurzhaar kennen.

Auch Züchter anderer Rassen blieben von den Auswirkungen der Weltkriege nicht verschont. Die Kartäuserzüchter in Frankreich hatten genauso Probleme mit den verminderten Zuchtbeständen und griffen daher auf blaue Briten zurück, um ihren Bestand zu vergrößern. Durch Einkreuzung von Kartäusern profitierten die Britisch-Kurzhaar-Züchter, da sie so die blaue Farbe ihrer Katzen verbessern konnten. Doch die Vermischung dieser Rassen führte dazu, dass sie sich eine Zeit lang immer ähnlicher wurden. Nachdem der äußerliche Unterschied kaum noch zu erkennen war, führte der Weltverband FIFe 1970 beide Rassen zusammen. Das war natürlich nicht im Sinne der Züchter, sie setzten sich dafür ein, diese Regelung rückgängig zu machen, sodass 1977 die Rasse Chartreux (Kartäuser) wieder eigenständig wurde. Trotzdem hält sich die Bezeichnung Kartäuser für die blauen Briten verbissen. Seit 1991 ist es den Britisch-Kurzhaar-Züchtern im größten deutschen Katzenverband (1. DEKVZ) nicht mehr erlaubt, ihre blauen Katzen als Kartäuser zu bezeichnen. In kleineren Vereinen ist diese Bezeichnung leider immer noch verbreitet, was zu Verwirrung der Katzenliebhaber beisteuert.

 

Im Laufe der Jahre war die Verehrung der Briten durchaus einigen Schwankungen ausgesetzt. Heute ist sie aber ohne Bedenken eine der beliebtesten Katzenrassen in Europa, sodass viele Jahre intensiver züchterischer Bemühungen doch ihre positiven Spuren hinterlassen haben. Es wurde eine wunderbar sanfte, robuste und ideale Wohnungskatze geschaffen, die uns heute vor allem aus der Werbung bekannt ist. So hat die Werbeindustrie den Bekanntheitsgrad z.B., durch die Whiskas-Werbung rasant ansteigen lassen. Hauptsächlich ist es jedoch ihr Charakter, der gut proportionierten Körperbau mit den wunderschönen Kulleraugen sowie die endlose Farbvielfalt, welches jedes Herz höherschlagen lässt. Ihre Fangemeinde wächst bis heute stetig.


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Vermutlich brachten vor über 200 Jahren römische Soldaten die ersten Katzen vom Festland mit nach Britannien, damit diese wie im alten Ägypten die Getreidevorräte frei von Mäusen und Ratten hielten. Mit der Zeit wurden die Römer zwar vertrieben doch die Katzen blieben. Sie entwickelten sich als eine britische Variante der Bauernhofkatze, größtenteils sich selbst überlassen weiter. Es ist auch nicht geklärt inwieweit sie sich mit den heimischen Wildkatzen (felis selvestris) verpaarten. Es ist jedoch klar, dass die britische Hauskatze durch die isolierte Insellage frei von anderen Katzenrasseneinflüssen war. So entwickelten sich über mehrere Jahrhunderte eine robuste und kräftige Katze mit wasserabweisenden Fell. Im 10 Jahrhundert n. Chr. hielten adlige Damen Englands Katzen an ihrem Hof, auch hier waren Katzen wenig verbreitet. Zudem machte man die Katzen im Verlauf des Mittelalters für Unglück und Seuchen sowie als Begleiter von Hexen verantwortlich, sodass sie verfolgt und getötet wurden. Als man nach 1500 erkannte, dass Ratten eine große Bedeutung bei der Pestübertragung spielten, wurden Katzen beliebter und Ihre Anzahl stieg rasant, sodass es zu Beginn des 19. Jahrhunderts zur ersten planvollen Katzenzucht kam.

Der Urvater aller Katzenausstellungen war Harrison Weir (1824 – 1906), welcher Schriftsteller, Dichter und leidenschaftlicher Katzenfreund war. Den Anstoß aus der englischen Hauskatze eine einheitliche Rasse zu gestalten, wurde ihm zugeschrieben. So wurde auf der ersten Katzenausstellung im Crystal Palace in London 1871 die einstige englische Straßenkatze als Britisch Kurzhaar Katze präsentiert, welche zudem die Ausstellung gewann und Mr. Weir gehörte. Durch Queen Victoria wurde die blaue Katze populär, sodass auch die BKH-Züchter begannen, sich auf diese Farbe zu konzentrieren. Somit entstand die Bezeichnung „British Blue“ und es wurden schon seit 1860 blaue russische Katzen nach England importiert. Das machte es unerlässlich, den Standard der blauen Britisch Kurzhaar zu bedenken und neu zu definieren, um die blauen Varietäten klar voneinander abzugrenzen.

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